Laut Statistischem Bundesamt arbeiten Vollzeitbeschäftigte in Deutschland durchschnittlich 42 Stunden pro Woche. Ist man also schon arbeitssüchtig, wenn man mehr arbeitet? DRadio Wissen Morgenmoderatorin Marlis Schaum macht den Selbsttest.

Gefühlt ist Marlis den ganzen Tag in der Redaktion. Klar, als Moderatorin der DRadio Wissen Morgensendung ist sie natürlich schon früh da. Also weit vor Beginn der Sendung. Und mittags nach der Sendung, da sitzt sie immer noch am Schreibtisch. Für diesen Beitrag ist sie sogar extra noch ein bisschen länger geblieben. Ehrlich gesagt: Marlis ist schon ein Arbeitstier.

"Ich arbeite sehr gerne [...]. Ich finde meinen Job tatsächlich auch so schön, dass ich manchmal gar keinen Unterschied mache zwischen Arbeit und Freizeit - ist das schon Sucht?"
Marlis Schaum

Aber eben nicht nur. Wochenende ist zu 90 Prozent auch Wochenende. Und wenn Marlis mal nicht arbeitet, dann fallen ihr noch hundert andere Dinge ein, die sie gerne tut, die nichts mit Arbeit zu tun haben. Bei einem Workaholic wäre das anders. Dem würde was fehlen ohne Arbeit. Denn Arbeitssucht ist eben eine Sucht. Und wenn der Suchtstoff fehlt, die Arbeit, dann treten Entzugserscheinungen ein.

"Die "Dosis" muss immer weiter erhöht werden, die Abstände dazwischen werden immer kleiner, und alle Gedanken kreisen nur noch um das Arbeiten."

Trotzdem gerät Marlis ins Schwitzen als sie den Test der AOK zum Thema Arbeitssucht macht. Ja, manchmal arbeitet sie zu viel. Und ja, sie wird auch schnell ungeduldig, wenn sie auf andere warten muss. Dann macht sie Dinge lieber schnell selber. Deshalb ist sie aber glücklicherweise immer noch nicht arbeitssüchtig. Eben weil sie auch ein Leben neben der Arbeit hat.

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