Die Statistik belegt es eindeutig: Wer seine Daten nicht sichert, lebt mit dem Risiko, sie zu verlieren. Und dabei ist es ganz einfach: Back-up machen, fertig.

Mehr als die Hälfte der deutschen Bevölkerung hat schon einmal wichtige Daten verloren, hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in einer Umfrage ermittelt. Private Fotos und Videos verschwinden am häufigsten, dann folgen wichtige Geschäftsdaten wie Steuerunterlagen. Grund ist meistens ein technischer Defekt.

"Wer kein Back-up macht, kann sich nachher nicht beklagen, wenn alles weg ist."
Andreas Noll, Deutschlandfunk Nova

Das BSI rät (auch aus Anlass des World-Backup-Days am 31. März) zu Backups und Datensicherung. Was es dabei zu beachten gibt:

  • Speichermedien (USB-Sticks, externe Festplatten et cetera) nur während des Speicherprozesses mit dem Computer verbinden, sonst die Verbindung trennen.
  • Bei sehr wichtigen Daten ein zweites Back-up außerhalb der eigenen Wohnung lagern, zum Beispiel bei Freunden. So sind die Daten auch bei einem Einbruch, Brand oder Wasserschaden gesichert.
  • Bequem kann auch (vor allem für Smartphones und Tablets) das Speichern in der Cloud sein, das in der Regel eine sehr gute Absicherung vor Datenverlust darstellt. Allerdings gibt es hier das Problem des häufig mangelnden Datenschutzes. Wer etwas mehr Aufwand betreiben will, kann sich eigene Cloud-Lösungen basteln.

Sollten sehr wichtige Daten verloren sein, und sie sind nicht gesichert: Es gibt Firmen, die sich auf Datenrettung spezialisiert haben, die in der Regel aber teuer ist.

Daten von Schadsoftware verschlüsselt - was tun?

Geld bezahlen, um an seine Daten zu kommen, muss man auch in einem anderen Fall: Wenn eine Schadsoftware die Daten auf dem eigenen Rechner verschlüsselt und eine Art Lösegeld gefordert wird, damit die Daten wieder freigegeben werden. Das BSI wiederholt immer wieder denselben Rat: bloß nicht zahlen.

Manchmal kann man auch Glück haben: Auf der Seite "No more Ransom" gibt es Ratschläge und Codes, um Daten von mehr als 80 Schädlingen zu befreien und wieder nutzbar zu machen. Macher der Seite sind die niederländische Polizei, das europäische Cybercrime Center, Kaspersky Lab und McAfee.