Falls ihr noch ein paar Storys fürs besinnliche Wochenende braucht: Wir haben die fünf schönsten, kuriosesten und seltsamsten Weihnachtsbräuche für euch.

1. Katalonien: Der Cagatió

Der Tió de Nadal oder Cagatió (unser Bild oben) ist ein doch etwas seltsamer Weihnachtsbrauch aus Katalonien: 

  • Ein Stück eines Baumstamms bekommt ein Gesicht aufgemalt und zwei kleine Beinchen aus Holz
  • Damit er nicht friert und sich nicht erkältet, kriegt er eine kleine Decke umgewickelt
  • Dann steht er erst mal vom 8. Dezember bis Heiligabend auf dem Tisch. 
  • Jeden Abend wird er gefüttert und bekommt von den Kindern Brot oder Äpfel oder Nüsse zugeschoben
  • Die "frisst" er dann über Nacht, sodass sein Bauch wächst
"Am 24. kommt dann die ganze Familie und schlägt den Holzklotz mit Stöcken, damit der das Essen verdaut: Die Eltern sagen den Kindern, dass der Klotz jetzt Geschenke 'scheiße'."
Anna Kohn, Deutschlandfunk Nova

Vorher wird noch ein Lied für den Cagatió ("Scheiß, Onkel!") gesungen – und dann sind die Geschenke plötzlich unter der Decke: Nugat, Süßigkeiten und so weiter.

2. Japan: Weihnachten bei KFC

424 Likes, 15 Comments - TokyoTreat (@tokyotreat) on Instagram: "Christmas Chicken!🐔Ever wonder why KFC is a Christmas tradition in Japan? Check out our News..."
Christmas Chicken!🐔Ever wonder why KFC is a Christmas tradition in Japan? Check out our News section to see what started it all! Would you rather eat a Christmas Chicken Bucket or a Christmas Cake?!🍰 . Check it! http://bit.ly/xmaschicken . . . #tokyotreat #japanesetreats #japanesefood #japanesesnacks #japanesecandy #japanesecandies #christmascake #christmaschicken #christmaskfc #kfc #kentucky #kfcjapan #japankfc #japaneseculture #culture #japan #onlyinjapan #japanbox #snackbox #candybox #monthlysubscription #monthlybox #subscriptionbox #subscriptionservice #subscriptionboxaddict #unboxing

In Japan ist Weihnachten kein Feiertag – nur wenige Menschen dort sind überhaupt Christen. Trotzdem verbringen Millionen Japaner ihren Weihnachtsabend bei der amerikanischen Fastfoodkette Kentucky Fried Chicken.

"Weihnachten bei KFC war beliebt bei Ausländern, weil die in Japan nirgends sonst ein ganzes Hühnchen oder einen Truthahn finden konnten."
Anna Kohn, Deutschlandfunk Nova

Diese Tatsache hat KFC in den 70er Jahren mit einer großen Marketingkampagne aufgegriffen. Mittlerweile ist das aber so beliebt, dass man in den ländlicheren Gegenden vorbestellen sollte.

3. Caracas: Mit Rollerskates zur Weihnachtsmesse

In Venezuela sind mehr als 90 Prozent der Bewohner Christen. Der Besuch der Weihnachtsmesse gehört für die allermeisten Familien wie selbstverständlich dazu.

In der Hauptstadt Caracas gibt es den Brauch, mit Rollerskates zur Messe zu fahren. Woher das kommt, ist nicht ganz klar – allerdings machen das inzwischen derart viele Familien, dass die Regierung sogar die Straßen sperren lässt.

4. USA: Die Weihnachtsgurke

An vielen amerikanischen Weihnachtsbäumen hängt, versteckt in den Zweigen, eine Gurke – allerdings in der Regel keine echte, sondern eine Schmuckvariante: die Christmas Pickle.

"Lustigerweise sind viele Amis total überzeugt, dass die Weihnachtsgurke ein alter deutscher Brauch ist. Bei uns ist das aber so gut wie nicht bekannt."
Anna Kohn, Deutschlandfunk Nova

Die Kinder müssen versuchen, die Gurke zu entdecken – und wer das als erstes schafft, der kriegt ein extra Geschenk.

5. Ukraine: Die Weihnachtsspinne

In der Ukraine hängt - zusammen mit einem künstlichen Netz - eine Spinne am Tannenbaum. Die soll Glück bringen, denn eine Sage erzählt:

  • Eine arme Witwe hatte kein Geld für Baumschmuck
  • Am Weihnachtsmorgen ist sie aufgewacht und eine Spinne hatte ihr Netz am Baum gesponnen
  • Dieses Netz sah so hübsch aus, dass es doch noch ein schönes Weihnachten für sie war
4 Likes, 1 Comments - San (@sandrine_isabelle_lange) on Instagram: "#christmasspider #dasistcreepigeralsohnemütze #creepychristmas #doypulikemydecorations..."
#christmasspider #dasistcreepigeralsohnemütze #creepychristmas #doypulikemydecorations #weihnachtsspinne

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann gibt es all diese wunderbaren Bräuche auch noch in 100 Jahren...