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Arbeit, Arbeit, Arbeit. Früher hatte Medizinstudent Viet nie wirklich Zeit für sich selbst. Eine Reise nach Japan hat daran vieles geändert.

Vor dem Auslandssemester hatte Viet kaum freie Zeit. Neben dem Medizinstudium engagiert er sich in AGs, forscht und schreibt obendrauf noch eine Doktorarbeit. "Ich konnte mich nie einfach nur ausruhen, weil ich wusste, dass sich die Sachen einfach anhäufen, wenn ich nichts tue."

Um während seiner Studienzeit ins Ausland gehen zu können, hat Viet sein Studium verlängert. Das Ziel: Ein Auslandssemester in Japan. Dort angekommen, war Viet erst mal von den neuen Eindrücken überrascht. Neue Menschen und viel Papierkram an der Uni. "Man musste sich erstmal sortieren."

Sobald die erste Einführungswoche vorbei war, hat sich die Zeit für Viet plötzlich viel langsamer angefühlt. Das lag vor allem daran, dass die meisten neuen Freunde von Viet vor Ort Pflichtkurse besuchen musste. Für Viet selbst galt das nicht.

"Ich hatte keine Verpflichtungen und konnte machen und tun, was ich will."
Duc Viet Bui, Medizinstudent, der in Japan ein neues Zeitgefühl gewonnen hat

Die freie Zeit hat Viet dann genutzt, um die neue Umgebung zu erkunden - und das in aller Ruhe. "Ich habe mir die verschiedenen Gärten angeschaut, habe mich hingelegt und geschlafen."

Dabei war Viet laut eigener Auskunft vorher eigentlich nie ein Typ für einen Mittagsschlaf. Weil er seinen Verpflichtungen in Deutschland von Japan aus aber nicht nachgehen konnte, ging er seinen Alltag entspannter an als sonst. "Ich habe mich wirklich frei gefühlt."

Auch die Japaner leben in Metropolen wie Tokio meist mit einem hohen Arbeitsstress, erzählt Viet. Sogenannte Slow-Taxis sollen Abhilfe schaffen. Die bezahlt man extra langsames Fahren.

"Man zahlt für ein Taxi, das extra langsam fährt, um den Alltag ein bisschen zu entschleunigen."
Duc Viet Bui, Medizinstudent, der in Japan ein neues Zeitgefühl gewonnen hat

Das Zeitgefühl aus Japan hat Viet mit nach Deutschland genommen. Während er sich früher dem Zeitfluss einfach hingegeben hat, hält er heute öfter inne und stoppt die Zeit. "Ich bin Herr meiner eigenen Zeit geworden." Um die Zeit anzuhalten, macht Viet einfach nichts. Dafür verzichtet er auf Arbeit, Musik und jegliche andere Ablenkungen. Ihm geht es darum, ab und zu "einfach bei sich zu sein".

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