1945 hisst Joe Rosenthal als Zeichen der US-amerikanischen Überlegenheit das Star-Spangled Banner auf dem japanischen Berg Iwojima. Außerdem wird 1941 das Plutonium entdeckt – und damit die Grundlage für Hiroshima, Nagasaki und Fukushima. Grund zum Feiern gibt's aber auch: Erich Kästner, der Vater von Lottchen (dem doppelten) und Emil (einem der Detektive), wäre 2014 ganze 115 Jahre alt geworden – und würde hoffentlich noch immer herausragende Kinderbücher schreiben.

Am 23. Februar 1945 macht der amerikanische Kriegsfotograf Joe Rosenthal eine Aufnahme. Sie geht um die Welt: "Raising the Flag on Iwojima" gilt als das berühmteste Kriegsfoto des Zweiten Weltkrieges. Und die Amerikaner laben sich noch immer an seinem Antlitz, schließlich gilt es als das Symbol für die Überlegenheit der USA im Kampf gegen Japan.

Tödliche Entdeckung

Am 23. Februar 1941 fand der Wissenschaftler Glenn T. Seaborg das radioaktive Element Plutonium. Später wurde damit zum Beispiel die Bombe "Fat Man" befüllt, die über Nagasaki abgeworfen wurde. Ironie der Geschichte: Seaborg, selbst Gegner der Atombombe, gab dem Element seinen Namen in Anlehnung an Pluton, den Gott der Totenwelt.

Heißblütiger Schriftsteller

Bösen Kräften zugetan war auch Erich Kästner. Zumindest glaubte das sein Chef bei der Neuen Leipziger Zeitung. Dort arbeitete Kästner bis 1927 als Journalist und Theaterkritiker. Doch der junge Kästner schien für die sächsische Provinz etwas zu heißblütig.

"Komm wie ein Cello zwischen meine Beine"
Erich Kästner

So hieß es in einem erotischen Gedicht, das er 1927 veröffentlichte. Und das war seinem Chef offenbar etwas zu frivol. Kästner musste die Koffer packen und zog nach Berlin – was dem erfolgreichen deutschen Schriftsteller nicht geschadet hat, wie man weiß.