Julia Schembri hat 2010 ihren Uni-Abschluss gemacht. Statt eines festen Jobs bekam sie eine unbefristete Stelle nach der anderen. Ziemlich frustrierend. Nach fünf Jahren gibt es aber jetzt ein Happy End.

Julia Schembri hat Arbeits- und Organisationspsychologie studiert. Vor fünf Jahren hat sie ihren Abschluss gemacht. Der Plan: "Ich wollte in der Personalentwicklung arbeiten". Sie macht sich auf Jobsuche: "Nach dem Studium hatte ich die naive Idee, das geht ganz schnell." Ihren ersten befristeten Job findet sie in einem großen Konzern.

"Ich habe eine Stelle bekommen in der Personalabteilung, aber erst mal als Krankheitsvertretung, für sechs Monate. Und da war ich eher Mädchen für alles."
​​Julia Schembri, Psychologin

Zum Reinschnuppern ganz OK - aber eben nicht von Dauer. "Dann ging die Suche wieder los, diesmal acht Monate." In den vergangenen fünf Jahren hat Julia insgesamt 29 Monate lang in immer wieder verschiedenen befristeten Jobs für mehrere Monate gearbeitet.

"Man ist immer sehr unruhig und frustriert. Gerade wenn man in einer befristeten Stelle ist, streng man sich wahnsinnig an, eine gute Arbeit abzuliefern."
​​Julia Schembri, Psychologin

In keiner Stadt richtete sie sich wirklich ein - man weiß ja nie, wie lange man bleibt. Auch langfristige Anschaffungen, sagt Schembri, packt man nicht an. Zu unsicher. Und natürlich ist es auch nicht ganz einfach, eine Partnerschaft zu führen, wenn man ständig auf dem Sprung ist, immer flexibel bleiben muss.

Endlich erfolgreich

Julia hat sich schließlich einen Coach gesucht. Ihre vielen Jobs, die sie bei jeder Bewerbung immer wieder neu erklären muss, verkauft sie als "vielfältige Erfahrung". Und es gibt für Julia ein Happy End: Endlich hat es mit einer unbefristeten Stelle geklappt. Im Juli fängt sie an. Und ist nun mit Kistenpacken und Umzug beschäftigt.

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