Begonnen hatte es mit einer Widerstandsarmee gegen die japanische Besatzungsmacht. Nach Ende des Zweiten Weltkriegs dringt dann der sowjetische Machthaber Josef Stalin auf eine Teilung der koreanischen Halbinsel. Eine Entscheidung, die die Welt bis heute in Atem hält.   

Die Teilung der koreanischen Halbinsel im Herbst 1948 war ein Ergebnis des Zweiten Weltkriegs, der nicht nur in Europa, sondern auch im pazifischen Raum ausgetragen wurde. Die koreanische Halbinsel war zu dieser Zeit vom japanischen Kaiserreich annektiert und einer brutalen Besatzungsherrschaft unterworfen worden. Im Norden wie im Süden ist das Trauma der japanischen Besatzung bis heute spürbar.

Personenkult um den "General"

Im Norden Koreas hatte sich eine Widerstandsarmee gebildet, zu der auch der spätere Staatsgründer Nordkoreas Kim Il-Sung gehörte. Er schmückte sich mit dem Titel "General" und begann, einen Personenkult um sich aufzuziehen. 

Als sich der Sieg der Alliierten im Zweiten Weltkrieg abzeichnete und es um eine Nachkriegsordnung in Europa und Asien ging, setzte sich der sowjetische Machthaber Josef Stalin mit der Forderung durch, beide Regionen unter den westlichen Alliierten und der Sowjetunion aufzuteilen. In Europa verlief die Demarkationslinie quer durch den Kontinent und Deutschland, in Asien führte diese Politik zur Spaltung Koreas in einen westlich-kapitalistischen Süden und einen von der Sowjetunion unterstützten Norden.   

Ihr hört in Eine Stunde History:

  • Der Wiener Ostasien-Experte Rüdiger Frank erklärt, unter welchen Umständen Nordkorea im September 1948 gegründet wurde. 
  • Johannes Merten war vor Kurzem in Nordkorea und zeichnet ein düsteres Bild der Lebensumstände im Land Kim Jong-Uns.  
  • Die ARD-Korrespondentin Kathrin Erdmann schildert die aktuelle politische Situation Nordkoreas kurz vor dem 70. Jahrestag der Staatsgründung  
  • Deutschlandfunk-Nova-Geschichtsexperte Matthias von Hellfeld erklärt, warum der Konflikt um die koreanische Halbinsel bis heute andauert.