Die Bundesregierung hat eine neue Zivilschutzstrategie verabschiedet. Darin geht es nicht nur um Hamsterkäufe, sondern auch um sicheres Bauen.

In dem Konzept "Zivile Verteidigung" steht auch drin, dass die Bausubstanz gehärtet werden soll. Das heißt: Die Häuser sollen besser und sicherer gebaut werden.

Gegen Terror und Naturkatastrophen

Explosionen durch Terroranschläge erzeugen zum Beispiel extreme Druckwellen - Splitter und andere Gegenstände fliegen herum. Diese Druckwirkungen sind im Hochgeschwindigkeitsbereich, sagt Norbert Gebbeken von der Universität der Bundeswehr in München. Er ist Bauingenieur und Experte für Katastrophenschutz.

Es geht auch um einen besseren Schutz vor Naturkatastrophen wie Hochwasser oder Sturzfluten. Hier helfen bestimmte Bauweisen und auch Materialien.

Die Gebäude bekommen andere Fassaden

Um sich vor Explosionswellen oder auch Starkstürmen zu schützen, sind sogenannte Vorsatzfassaden sinnvoll - zum Beispiel Stahl-Gas-Fassaden, sagt Gebbeken. Dafür werden Verbundsicherheitsgläser genutzt, die nicht splittern, sei es bei Beschuss oder auch Explosionen.

"Diese Gläser können wir federnd gegen die Gebäude lagern", sagt Gebbeken. Die Fassade kann dadurch Splitter und Druck abfangen und quasi aufnehmen. Das Haus und vor allem die Menschen darin werden so gut geschützt.

"Im Grunde hat sich gar nichts geändert seit Tausenden von Jahren. Es ist das alte Feldlagerprinzip."
Norbert Gebbeken über den sicheren Bau von Botschaften

Norbert Gebbeken baut auch sichere Botschaften. Bis heute gilt, dass es wichtig ist, möglichst viel Abstand zu schaffen, sodass zum Beispiel Terroristen erst gar nicht vordringen können. Eines hat sich aber geändert, sagt Gebbeken. Durch neue Materialien und moderne Möglichkeiten kann man auf hohe Betonwände verzichten, hinter denen die Gebäude verschwinden.