Seit den 1960er Jahren hält die US-Zuckerindustrie Forschungsergebnisse über die negativen Folgen von zu viel Zucker zurück. Eine neue Studie beweist das. Mal wieder. 

Die Zuckerindustrie belügt uns seit Jahrzehnten. Bleiben wir sachlich und sprechen von Manipulation oder gezielter Einflussnahme, was es aber auch nicht besser macht. Denn die Zuckerindustrie hat unter anderem gezielt daraufhin gewirkt, dass bestimmte Aspekte in Studien und Artikeln in Bezug auf die negativen Folgen von Zucker ungenannt bleiben. Das schreiben Forscher der Universität Kalifornien in San Francisco.

Branche hielt jahrzehntelang Studienergebnisse zurück

Die Wissenschaftler haben interne Daten der US-amerikanischen Zuckerindustrie ausgewertet und festgestellt, dass die Branche jahrzehntelang Studienergebnisse zurückgehalten hat. Dabei ging es darum, dass zu viel Zuckerkonsum in Verbindung mit Herzleiden und Tumorerkrankungen stehen könnte. Forschung dazu wurden Ende der 1960er Jahre zurückgehalten, die Studien dazu wurden beendet.

Die kalifornischen Wissenschaftler schreiben, dass die Zuckerindustrie ähnlich vorgehe wie die Tabakindustrie. Sie raten, sich nicht auf Forschung zu verlassen, die von der Zuckerindustrie gefördert wird.