Der Naturschutzbund Deutschland, der Nabu, beobachtet seit Jahren Zugvögel. Einige hat er mit Peilsendern versehen, um so ihre Flugroute verfolgen zu können. In diesem Frühjahr sind schon rund 4000 Paare wieder aus ihren Winterquartieren zurückgekehrt. Ein paar fehlen noch, damit es wieder insgesamt 5500 Paare werden, die letztes Jahr in Deutschland lebten.

Der Weißstorch Astrid ist so ein Zugvogel, dem der Nabu einen Peilsender verpasst hat. Astrid hat mit ihrem Flug ums Mittelmeer herum nach Tansania eine Wahnsinnsstrecke zurückgelegt. Bis zu 13.000 Kilometer hat der Nabu festgestellt, können die Zugvögel fliegen. Und je länger der Weg, desto höher ist das Risiko, dass sie nicht wieder zu ihrem Heimathorst zurückkehren. Astrid ist wohl behalten wieder in Schleswig-Holstein angekommen.

Immer mehr Rückkehrer

Wegen der milden Winter fliegen inzwischen viele Zugvögel nicht mehr so weite Strecken. Sie überwintern bereits in Spanien, wo sie beispielsweise auf Müllhalden ausreichend Nahrung finden. Die meisten Zugvögel schaffen dann auch leichter den kürzeren Nachhauseweg.

Knappes Nahrungsangebot

Allerdings droht den Störchen von anderer Seite Ungemach: In Mecklenburg-Vorpommern wurden viele Brachen wieder in Ackerland umgewandelt, wodurch sich das Nahrungsangebot verknappen könnte. Ein Storch ernährt sich in der Regel von Insekten, kleinen Wirbeltieren wie Fröschen und andren Amphibien, aber auch kleinen Nagern wie Mäusen. Das Angebot an Fröschen und Lurchen ist dieses Jahr ohnehin knapp, weil das sonst übliche Frühlingshochwasser an der Elbe ausgeblieben ist.