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Wenn es blitzt, dann entlädt sich nicht nur Energie - es gibt auch eine Art chemischen Reinigungsprozess.

Das liegt daran, was die elektrische Entladung der Blitze bewirkt: Aus Wassermolekülen und Ozon entstehen Hydroxyl-Radikale. Diese Radikale gelten als eine Art Waschmittel, sie reinigen die Atmosphäre von Schadstoffen. Forschende der Pennsylvania State University sind in den USA immer wieder durch Gewitterwolken geflogen und haben elektrische und chemische Daten gesammelt. Sie stellten fest, dass sich vor allem im oberen Teil der Wolken große Mengen von Hydroxyl sammelte. Aber nicht nur die sichtbaren Blitze sorgten dafür - auch kleine, unsichtbare Entladungen am Rand der Gewitterwolke halfen dabei.

Die Forschenden schätzen, dass weltweit pro Sekunde bis zu 500.000 Quadrillionen Hydroxylmoleküle entstehen - viel mehr als bisher angenommen. Das hieße, dass allein Blitze für bis zu 16 Prozent des weltweiten Waschmittels in der Atmosphäre verantwortlich sein könnten.