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Manchmal sind schwierige Probleme einfacher zu lösen, als gedacht.

Giftige Schwermetalle im Erdreich zum Beispiel. Die kriegt man da aktuell nur wieder raus, indem man das verseuchte Erdreich wegbaggert und entsorgt. Oder indem man Pflanzen darauf anbaut, die die Schwermetalle aufsaugen - und dann entsorgt man die Pflanzen.

Ein Forschungsteam von der Uni Stanford in Kalifornien hat jetzt eine Methode entwickelt, die sehr ans Kaffeekochen erinnert. Sie haben Wasser mit einer Chemikalie namens EDTA gemischt und durch mit Blei, Kadmium oder Kupfer verseuchtes Erdreich sickern lassen. EDTA zieht die Schwermetalle an und bindet sie. Es wird zum Beispiel auch bei Patienten mit einer Blei- oder Kadmiumvergiftung angewendet. Das Erdreich war nach dem Versuch im Labor schwermetall-frei. Und für das verseuchte Wasser haben die Forschenden ein chemisches Sieb gebaut, mit dem sie die Schwermetalle wieder von der Wasser-EDTA-Mische trennen konnten. Die konnte dann wieder neu gegen schwermetall-verseuchtes Erdreich eingesetzt werden.

Wie das Ganze auch im Feldversuch klappen könnte, soll als nächstes erforscht werden. Und dann, ob die Methode auch mit anderen Schwermetallen funktioniert.