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In der Coronakrise setzen inzwischen etliche europäische Länder auf Abschottung.

Auch Deutschland verschärft ab heute seine Kontrollen an den Grenzen. Die Bundesregierung rät von allen nicht notwendigen Reisen ins Ausland ab. Was solche Maßnahmen bringen, hat ein internationales Forschungsteam ausgerechnet - mit einem statistischen Modell am Beispiel der besonders betroffenen chinesischen Metropole Wuhan. Sie wurde am 23. Januar abgeriegelt, Leute durften weder rein noch raus.

Innerhalb Chinas verzögerte das die Ausbreitung des Coronavirus allerdings nur um rund drei bis fünf Tage - wohl weil zum Zeitpunkt des Reiseverbots schon Infizierte unterwegs waren, die nichts davon wussten. International waren die Auswirkungen laut Studie im Fachmagazin Science größer: Demnach konnte die Ausbreitung um zwei bis drei Wochen verzögert werden - weil deutlich weniger Infizierte andere Länder erreichten.

Reiseverbote können den Erreger SARS-CoV-2 - je nach Zeitpunkt - also nicht aufhalten, aber seine Ausbreitung doch etwas verlangsamen.