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Manchmal müffeln die Klamotten, obwohl sie gerade frisch gewaschen aus der Waschmaschine kommen.

Das liegt an Bakterien und Pilzen. Ein Forschungsteam der Uni Furtwangen wollte wissen, welche Mikroorganismen es auf der frisch gewaschenen Kleidung gibt und was sie dort treiben, deshalb hat es die Keime mit einer speziellen Gen-Analysemethode untersucht. In einem Versuch wurde Wäsche mit einem milden Waschgang gewaschen und dann 72 Stunden lang in der Trommel "vergessen", damit sich die Keime schön vermehren konnten. Die Analyse zeigte: Auf der Wäsche fanden sich viele Bakterienarten, die man vorher schon in der Waschmaschine nachgewiesen hatte. Sie stammen von unserer Haut oder aus dem Wasser. In der Regel sind sie harmlos, bei immungeschwächten Personen können sie aber Wundinfektionen verursachen.

Je nachdem, aus welchem Material die Textilien bestanden, gab es einen Unterschied beim Stoffwechsel der Bakterien: Bei Baumwolle vermuten die Forschenden, dass die Bakterien sich von Zuckermolekülen ernähren, die in der Baumwoll-Zellulose enthalten sind, sie fressen die Baumwolle also gewissermaßen auf. Bei Polyester gab es diese Stoffwechselprozesse dagegen nicht. Den Müffelgeruch gab es aber bei beiden Stoffarten. Wie genau die Bakterien das Müffeln erzeugen und wie man es vielleicht verhindern kann, wollen die Forschenden als nächstes untersuchen.