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Wer vor 400 Jahren einen Job oder eine Wohnung suchte, konnte nicht im Netz nachschauen, sondern musste im Bekanntenkreis nachfragen. Mehr Infos gab es damals nicht.

Auf der Wissenschaftsseite Spektrum schreiben zwei Historiker von der möglicherweise ersten Suchmaschine, die es gab. Entwickelt hat sie der Arzt Théophraste Renaudot, und zwar 1630 in Paris. Er hatte vom französischen König die Aufgabe bekommen, Armut zu bekämpfen. Seine Idee war dann: Ein Adressbüro. Menschen, die Arbeit oder eine Wohnung suchten, konnten dort ihre Kontaktdaten hinterlegen. Die Kosten dafür waren gering, wer kein Geld hatte, musste nichts zahlen. Die Daten wurden nur weitergegeben, wenn die Aussicht auf ein Geschäft bestand.

Nach Angaben des Arztes wurden über das Adressbüro 80.000 Arbeitsstellen vermittelt - und auch wertvolle Tiere wurden darüber verkauft. Auch in anderen Ländern gab es später solche Adressbüros. Im 19. Jahrhundert gab es dann Zeitungsanzeigen und die Adressbüros wurden unwichtiger.

Die Historiker schreiben, dass heutzutage nicht so viel über die Adressbüros bekannt ist. Denn sie waren privatwirtschaftlich organisiert und die Akten waren deshalb schlecht archiviert.