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Die italienische Fußballliga reagiert mit einer ungewöhnlichen Kampagne auf rechtsextreme Fans:

Vor den Erstliga-Spielen gestern wurde jeweils eine Passage aus dem Tagebuch von Anne Frank vorgelesen. Sie war im Zweiten Weltkrieg von Nationalsozialisten ermordet worden. Außerdem gab es Schweigeminuten für die Opfer des Holocausts. Italienische Twitter-User halten das für ein starkes Zeichen, dass die Fußball-Liga setzt:

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Außerdem traten die Spieler in Trikots auf mit dem Slogan "Nein zu Antisemitismus" und einem Bild von Anne Frank.

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Der italienische Fußballverband hatte die Aktion initiiert, nachdem Teile der italienischen Fanszene mit rechter Hetze aufgefalllen waren. Fans des Vereins Lazio Rom hatten vor kurzem Plakate verteilt, auf denen Anne Frank im Trikot des Lokalrivalen AS Rom abgebildet war. Außerdem waren schwarze Spieler beim Einlaufen auf den Platz teilweise rassistisch beleidigt worden.

Aber auch die Gegenkampagne wurde gestört: In manchen Stadien grölten Fans die italienische Nationalhymne oder drehten dem Spielfeld den Rücken zu. Auch deshalb reicht den jüdischen Gemeinden in Italien die Aktion der Seria A nicht. Die Präsidentin der Vereinigung der Gemeinden sagten einer italienischen Zeitung, ein paar Blumen seien nicht genug. Auch die jüdische Zeitung Haaretz hält das für schockierend antisemitisch.

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Der Präsident der Vereinigung der jüdischen Gemeinden sagte auch: Es gebe klare Anzeichen für Antisemitismus, Fremdenangst und Homophobie und dieses Problem betreffe nicht nur den Fußball, sondern generell die junge Generation Italiens. Es müsse eine Diskussion über Werte stattfinden. Und die Werte im italienischen Fußball, dem Calcio, sieht ein Karikaturist - gelinde gesagt - verdummt:

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