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Die Forderung, rassistische Namen zu ersetzen, beschäftigt auch die Vogelkunde.

Tatsächlich ist die Liste der Vögel lang, deren Bezeichnungen diskriminierende Begriffe beinhalten. Solche Bezeichnungen stammen aus einer Zeit, in der Forscher wie Alexander von Humboldt oder Charles Darwin neu entdeckte Arten benannten - laut Süddeutscher Zeitung aus einer "weißen, kolonialistisch gefärbten Sicht". Ein Beispiel ist die Hottentottenente. Diese Bezeichnung für afrikanische Volksgruppen gilt als diskriminierend - die Ente hat ihren Namen aber bis heute behalten.

In einigen Länder wurden Vögel schon umbenannt

Aber es gibt Initiativen, die die Umbenennung von Vögeln durchgesetzt haben, beispielsweise in Schweden oder in den USA, wo eine Art aus der Familie der Ammern inzwischen nicht mehr den Namen des Südstaaten-Generals John McCown trägt, der damals für die Erhaltung der Sklaverei kämpfte. Hierzulande setzt sich eine Initiative der Naturfreunde Deutschlands dafür ein, dass rassistische Bezeichnungen aus der Naturkunde verschwinden.

Warum der Begriff "Hottentotten" rassistisch ist, hat der Evolutionsforscher Martin S. Fischer im Deutschlandfunk erklärt.