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Chamäleons werden offenbar bunter, wenn sie ein sicheres Leben haben.

Ein Forschungsteam aus Australien hat Dreihornchamäleons auf der Hawaii-Insel Oahu beobachtet und mit Tieren aus Kenia verglichen. Während Kenia ein natürlicher Lebensraum für sie ist, wurden die Chamäleons in Hawaii nur eingeschleppt. Sie konnten sich dort ausbreiten, auch weil sie dort weniger Feinde wie Schlangen oder Raubvögel haben.

Die Forschenden konfrontierten männliche Chamäleons aus beiden Regionen mit Raubtieren, anderen Männchen und auch Chamäleon-Weibchen. Dabei zeigte sich: Die Chamäleons aus Hawaii legten für die Balz auffälligere Farben auf als die Artgenossen aus Kenia. Sie waren im Gegenzug aber offenbar Fressfeinde nicht gewohnt und tarnten sich schlechter.

Für die Forschenden ist die Beobachtung ein Hinweis darauf, wie Evolution auch in kurzen Zeiträumen funktioniert - innerhalb von 50 Jahren. Die Chamäleons wurden erst in den 70er Jahren als Haustiere in Hawaii eingeschleppt.