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Die Corona-Krise könnte die Ungleichheit der Einkommen in Deutschland langfristig verschärfen. Das befürchtet die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina, die die Bundesregierung berät.

Die Expertinnen und Experten schreiben in einer Stellungnahme, kurzfristig seien die Einkommensverluste vieler Menschen durch die sozialen Sicherungssysteme begrenzt. Langfristig kann die Corona-Krise ihrer Meinung nach aber deutliche Auswirkungen auf die Höhe der Einkommen haben und auch, wie sie verteilt werden.

Hart getroffen in der Krise wurden den Angaben nach unter anderem Mini-Jobber. Die Forschenden fordern, Minijobs ganz abzuschaffen oder stark einzuschränken. Eigentlich waren sie als Übergang aus der Arbeitslosigkeit gedacht. Nach der Einschätzung der Wissenschaftler erfüllen Minijobs diese Brückenfunktion aber nicht. Es habe sich stattdessen gezeigt, dass sie zum Teil sozialversicherungspflichtige Jobs verdrängten.

Die Leopoldina befürchtet auch, dass die Pandemie leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler und solche aus bildungsfernen Familien langfristig benachteiligt.