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Leichtere Schuhe, besseres Training - gerade wird viel daran gearbeitet, dass bald jemand einen offiziellen Marathon in unter zwei Stunden läuft.

Forschende der britischen Universität Exeter haben untersucht, welche körperlichen Voraussetzungen man mitbringen muss, um so schnell zu sein. Sie haben 16 Eliteläufer bei einem Lauf-Projekt des Sportartikelherstellers Nike begleitet. In einem Fachmagazin listen sie jetzt das Geheimrezept auf: Entscheidend ist zum Beispiel, dass die Läufer viel Sauerstoff aufnehmen. Ein 59 Kilogramm schwerer Läufer muss während des ganzen Laufs pro Minute etwa vier Liter Sauerstoff aufnehmen. Ein normaler Mensch schafft mit sehr viel Anstrengung gerade mal halb so viel. Nötig sind dafür extrem viel Training, gute Ernährung und wenig Gewicht. Außerdem nutzen Elite-Läufer den Sauerstoff effizienter. Und sie kommen später in einen Fettverbrennungs-Modus.

Der Rekord für einen Marathon in einem Wettbewerb liegt bei zwei Stunden, einer Minute und 39 Sekunden. Aufgestellt wurde er vom Kenianer Eliud Kipchoge. Bei einem offiziellen Rennen war noch nie jemand schneller als zwei Stunden.

Projekt 1:59

2019 hat Kipchoge die 2-Stunden-Marke zwar geknackt - allerdings waren die Bedingungen so stark optimiert, dass der internationale Dachverband World Athletics die Zeit nicht als offiziellen Marathon-Weltrekord anerkennt. Bei dem Lauf in Wien unterstützen Kipchoge mehr als 40 Tempomacher, die in einer speziellen Formation rund um Kipchoge liefen, um den Luftwiderstand zu minimieren. In der Nacht vorher war sogar die Strecke teilweise extra neu asphaltiert worden. Kipchoge lief 1:59:40 Stunden.