Ozonforschung

Forscher finden bisher unbekannte Treibhausgase

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Nach dem Montreal-Protokoll von 1989 sind FCKW eigentlich verboten - damit soll die Ozonschicht gerettet werden; und tatsächlich hat sie sich auch schon erholt.

Ein internationales Forscherteam hat jetzt aber vier ozonschädigende Substanzen in der Atmosphäre nachgewiesen, die es bis in die 1960er Jahre da noch gar nicht gab, und die sich auch weiter ausbreiten. Konkret geht es um drei Fluorchlorkohlenwasserstoffe und ein sogenanntes H-FCKW, das ist immerhin nicht ganz so schädlich. Die Forscher gehen davon aus, dass die Stoffe von Menschen gemacht sind. Woher sie kommen, ist aber noch unklar. Vielleicht von Kältemitteln, vielleicht aber auch aus Insektiziden oder Reinigern.

Für ihre Untersuchungen haben die Wissenschaftler Luftproben aus den Jahren 1978 bis 2012 aus einer Gegend in Tasmanien genommen. Da ist die Luftverschmutzung sehr gering. Außerdem haben sie die Luft untersucht, die im Schnee in Grönland eingeschlossen ist. Die Forscher sagen zwar, dass die Stoffe insgesamt nur einen sehr kleinen Anteil an der Luft einnehmen. Trotzdem müsse die Quelle dringend gefunden werden.

Die Studie ist im Fachmagazin "Nature Geoscience" erschienen.