Restaurants

Schlechte Kellner können traumatisieren

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Ein schlechtes Restaurant kann einem nicht nur den Abend versauen - es kann regelrecht traumatisieren.

Das haben Forscher der Universität Stanford in einer Studie herausbekommen, über die die New York Times schreibt. Die Wissenschaftler haben sich auf einem Bewertungsportal für Restaurants mehr als eine Million besonders schlechte Bewertungen angeschaut und sie mit den Berichten von traumatisierten Zeugen der Terroranschläge des 11. September verglichen. In beiden Fällen, so die Wissenschaftler, benutzen die Menschen sprachliche Wendungen mit denen die Erinnerung an ein schlimmes Ereignis innerlich auf Distanz gehalten wird. Zum Beispiel schreiben sie eher in der Vergangenheitsform, schreiben mehr "wir" als "ich" und benutzen Worte wie "schrecklich" oder "entsetzlich".

Die Forscher schließen daraus, dass ein richtig schlechtes Restaurant bei Besuchern ein leichtes Trauma auslösen kann - was ihrer Meinung nach auch erklärt, warum Menschen auch Wochen später noch darüber sprechen.

Damit ein Restaurant seinen Besuchern so ein Trauma erspart, haben die Forscher auch noch einen Hinweis: Das Essen spielt nur eine untergeordnete Rolle, besonders schlimme Restaurantbesuche haben meist mit besonders schlimmen Kellnern zu tun.