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Der im Nordatlantik lebende Schnurwurm Lineus longissimus gilt mit durchschnittlich 30 Meter Länge als das längste Tier der Welt. Schwedische Forscher haben jetzt entdeckt, dass Schnurwürmer auch ein potentes Gift produzieren und als Bestandteil von Schleim über ihre Haut absondern.

Bei dem Toxin handelt es sich um ein Peptid, das bei den Opfern an Natriumkanäle von Zellmembranen andockt und diese öffnet, was rasch zu Lähmungen führt. Das Gift wirkt auf wirbellose Tiere wie Krebse, aber auch Insekten schnell tödlich. Für Menschen soll es hingegen ungefährlich sein.

Die Forscher vermuten, dass sich das Gift des Schnurwurms als Breitband-Insektizid für den Einsatz in der Landwirtschaft eignen könnte.

Wozu der Schnurwurm selbst sein Toxin in freier Wildbahn einsetzt, ist bisher nicht bekannt.

Die Studie ist im Fachmagazin Scientific Reports erschienen.