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Vor 300 Jahren hat der Wissenschaftler Antonie van Leeuwenhoek das erste Mal ein männliches Spermium unter dem Mikroskop untersucht und festgestellt: Der Schwanz bewegt sich schlangenartig von links nach rechts - wie bei einem Aal.

Das stimmt so nicht, schreiben jetzt Forschende aus Großbritannien und Mexiko im Fachmagazin Science Advances. Mit neuer Technologie haben sie frei schwimmende Spermien in 3D aufgezeichnet. Es zeigte sich, dass der Schwanz der Spermien schief ist und nur zu einer Seite hin ausschlägt. Das hieße aber, dass die Spermien eigentlich immer im Kreis schwimmen müssten.

Der Trick: Ab und zu auf den Rücken drehen

Stattdessen haben sie einen Trick, um voran zu kommen: Sie rollen sich im Prinzip immer wieder auf den Rücken. Dann wackelt der Schwanz in eine Richtung und nach der Wende in die andere und es entsteht die Vorwärtsbewegung.

Matthias Wurms, Reporter bei Deutschlandfunknova
Sie kreiseln praktisch vorwärts wie ein Korkenzieher

Ähnlich sieht es auch aus, wenn Otter im Wasser spielen und sich dabei auf den Rücken drehen. Betrachtet man die Spermien nur von oben, dann sieht es so aus wie bei einem Aal. Erst durch die Bewegung im dreidimensionalen Raum werden die Rückenschwimmeinlagen sichtbar.