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Mit der Eroberung Südamerikas durch die Europäer begann ein Prozess, der auch "das große Sterben der indigenen Bevölkerung" genannt wird.

Schätzungen zufolge starben allein im Amazonasgebiet mehr als 90 Prozent der indigenen Menschen. In den verwaisten Siedlungen und Feldern breitete sich der Wald wieder aus. Und das hatte Auswirkungen auf das Klima: 100 Jahre später gab es einen CO2-Tiefstwert.

Im Fachmagazin Science berichtet ein Wissenschaftsteam, dass es fossile Pollenfunde aus dem Amazonasgebiet ausgewertet hat. Dieser Analyse zufolge begann die Wiederbewaldung im Amazonas schon 300 bis 600 Jahre vor der Ankunft der Europäer.

Das Team vermutet, dass Pandemien und soziale Konflikte damals zum Rückgang der indigenen Bevölkerung führten. Als die Europäer in Südamerika eintrafen, fanden sie also Kulturen vor, die schwere Krisen hinter sich hatten und die der Zerstörung und Eroberung der Kolonisatoren nicht viel entgegensetzen konnten.