Man nehme eine Weintraube, schneide sie in der Mitte durch und lege sie in die Mikrowelle.  

Ergebnis: Ein hübscher Lichtblitz. Den Trick kann man sich in etlichen Onlinevideos anschauen - eine physikalische Erklärung gab es aber bisher nicht. Kanadische Forscher haben das jetzt nachgeholt. Wie sie im Fachmagazin PNAS schreiben, haben sie Weintrauben in der Mikrowelle mit Wärmebildkameras gefilmt. 

Dabei kam raus: Wenn die Traubenhälften sich berühren, entsteht in der Mitte ein Hotspot, wo die Temperatur besonders stark ansteigt. Dadurch bekommt die Luft zwischen den Trauben so viel Energie ab, dass ein leuchtendes Plasma entsteht. Laut den Forschern funktioniert das nicht nur mit Trauben, sondern auch mit anderen runden Objekten. Wichtig ist allerdings deren Inhalt. Sie wiederholten das Experiment mit Wachteleiern. Dabei bildete sich der Hotspot an der Berührungsstelle nur, wenn die Wissenschaftler den Inhalt der Eier ausleerten und sie stattdessen mit Wasser füllten.