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Don't drink and drive - diese Regel ist vielleicht noch bekannt.

Dass Autofahren auch nach dem Kiffen gefährlich ist, scheint sich weniger rumgesprochen zu haben. Jedenfalls gibt es viele Patienten, die sich noch hinter das Steuer setzen, obwohl sie Cannabis als Medikament eingenommen haben. Das schreiben Forscher der Uni Michigan im Fachblatt "Drug and Alcohol Dependence". Sie hatten das Verhalten von 790 Cannabis-Patienten per Fragebogen abgeklopft.

Demnach fuhren mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer Auto, obwohl sie das Präparat eingenommen hatten. Etwa jeder Fünfte gab an, "sehr high" gefahren zu sein. Die Forscher zeigten sich alarmiert und forderten mehr Aufklärung der Patienten über die Gefahren von Cannabiskonsum im Straßenverkehr. Reaktionszeit und die Koordinierung litten deutlich unter dem Cannabiskonsum.

Ähnliche Forschungen in Deutschland gibt es bislang nicht. Seit März 2017 können Ärzte auch bei uns schwerkranke Patienten Cannabis verschreiben - etwa gegen Schmerzen.