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Ein Forscherteam aus Paris hat zum ersten Mal eine wissenschaftliche Verbindung zwischen dem Zika-Virus und der Nervenkrankheit Guillain-Barré-Syndrom hergestellt.

In der Fachzeitschrift The Lancet schreiben die Wissenschaftler sogar von einem ersten Beweis. Ein Zusammenhang war schon länger vermutet worden. Das Guillain-Barré-Syndrom ist eine seltene entzündliche Krankheit, bei der das Immunsystem einen Teil des Nervensystems angreift. Dadurch kann es zu Taubheit, Lähmungen und schweren Atembeschwerden kommen. In entwickelten Ländern endet die Erkrankung in fünf Prozent der Fälle tödlich.

Für die Studie haben die Forscher Daten aus Französisch-Polynesien ausgewertet, wo zwischen Oktober 2013 und April 2014 200.000 Menschen von einer Zika-Epidemie betroffen waren. Den Forschern zufolge stieg die Zahl der Fälle des Guillain-Barré-Syndroms in dieser Zeit um das 20-fache. 90 Prozent aller Betroffenen hatten sich eine Woche vorher mit Zika infiziert. 100 Prozent hatten Spuren des Virus mitsamt Antikörpern im Blut.

Ob sich die Ergebnisse auf Südamerika übertragen lassen, wo Zika im Moment am weitesten verbreitet ist, ist noch offen.