Mit dem Novavax-Impfstoff kommt der fünfte Corona-Impfstoff nach Deutschland. Für wen eignet er sich und wer wird bevorzugt? Antworten auf wichtige Fragen.

Der neue Corona-Impfstoff der Firma Novavax heißt eigentlich "Nuvaxovid". Die ersten Dosen davon sollen dem Bundesgesundheitsministerium zufolge in der Woche vom 21. Februar geliefert werden.

1. Wie funktioniert die Impfung?

Für einen vollständigen Impfschutz mit Novavax sind zwei Spritzen im Abstand von mindestens drei Wochen nötig.

2. Wer kann sich damit impfen lassen?

Zunächst wird der neue Impfstoff all denjenigen angeboten, die im Gesundheitswesen arbeiten und die bislang ungeimpft sind.

"Man hofft, dass sich noch eine ganze Reihe von Menschen, die im medizinischen Bereich arbeiten und Vorbehalte gegen mRNA-Impfstoffe haben, impfen lassen."
Christina Sartori, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

Deshalb wird der Impfstoff an die Kommunen geliefert, die diesen dann nach Bedarf verteilen. Anders als vorherige Impfstoffe, wie beispielsweise die der Hersteller Biontech oder Moderna, geht Novavax deshalb zunächst nicht an Arztpraxen und Apotheken.

Grundsätzlich ist eine Impfung mit Novavax für alle Menschen ab 18 Jahren geeignet – mit Ausnahme von Schwangeren.

3. Wie gut wirkt der Impfstoff? Welche Nebenwirkungen hat er?

Studien zeigen: Novavax wirkt ähnlich gut wie die mRNA-Impfstoffe. Auch die ersten Reaktionen auf die Impfung sind ähnlich, etwa leichte Schmerzen an der Einstichstelle, Fieber, Kopfschmerzen und ähnliche Nebenwirkungen.

"Man muss jetzt mal gucken, was es an schweren Nebenwirkungen gibt. Bei mRNA-Impfstoffen gibt es sie sehr selten", sagt Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Christina Sartori.

Bislang gibt es bei Novavax keine schweren allergischen Reaktionen. Allerdings gibt es beim neuen Impfstoff bislang auch weniger Daten.

Manche Nebenwirkungen sind so selten, dass sie erst bekannt werden, wenn die Stoffe an Hunderttausende Menschen verimpft wurden. Diese Erfahrung hat man mit Novavax noch nicht.

4. Ist eine Booster-Impfung mit Novavax möglich?

Bislang ist Novavax noch nicht für eine dritte Impfung zugelassen. Eine britische Studie zeigt, dass Novavax auch als Booster wirkt, allerdings nicht ganz so gut wie Moderna oder Biontech.

Wer allerdings nach einer ersten oder zweiten Impfung mit einem mRNA-Impfstoff größere Probleme hatte, könne die nächste Spritze mit dem neuen Impfstoff bekommen.

"Das heißt nicht, dass ich Novavax bekomme, wenn ich nach dem Impfen Kopfschmerzen hatte", sagt Christina Sartori. "Das gilt nur, wenn man eine schwere allergische Reaktion hatte."

"Wer größere Probleme nach der Impfung mit einem mRNA-Impfstoff hatte, könnte bei der nächsten Impfung stattdessen Novavax erhalten."
Christina Sartori, Deutschlandfunk-Nova-Reporterin

5. Ist Novavax ein Totimpfstoff?

Zwar handelt es sich bei Novavax um einen Totimpfstoff, doch diese Bezeichnung ist ungenau.

Sie bedeutet grundsätzlich, dass keine vermehrungsfähigen Krankheitserreger, sondern abgetötete Erreger oder nur Teile von diesen im Impfstoff enthalten sind. Je nach Definition werden auch mRNA-Impfstoffe als Totimpfstoffe bezeichnet - denn sie enthalten ebenfalls keine vermehrungsfähigen Krankheitserreger.