Alex Eischeid liebt das unkonventionelle Reisen und das Vespafahren. Was liegt also näher, als beide Leidenschaften miteinander zu verbinden – und sich einen Lebenstraum zu erfüllen? Mit der Vespa von Nord nach Süd quer durch Amerika.

"Elsi" heißt sie, die Vespa von Alex. Von Vancouver geht es zunächst los gen Norden. Als das Land endet und der Ozean erreicht ist, erhält sein fahrbarer Untersatz seinen großen Auftrag: "Bring das Meerwasser aus Prudoe Bay in Alaska zum Südatlantik nach Ushuaia in Tierra del Fuego!" 

  • 22 Monate
  • 19 Länder
  • 71.000 Kilometer
  • acht Kolben, zwei Zylinder, drei Bremstrommeln
  • Wald, Wüsten, Tropen und Berge
  • Regen, Sturm, Teer, Schotter und Sand
  • unvorstellbare Begegnungen und Situationen

Beide Ozeane verbinden... netter Job für eine kleine Vespa. Am Ende hat sie es geschafft.

"Elsi lebt noch, sie steht brav in der Garage und wartet auf das nächste Vespa-Treffen."
Alexander Eischeid, Tischlermeister und Vespa-Liebhaber

Normalerweise hat eine Vespa eine Sitzbank für zwei Personen, die hat Alex gekürzt für eine Person, damit er mehr Platz für Material und Gepäck hat. Außerdem hat er spezielle Gepäckträger gebaut und einen Benzinkanister für 10 Liter Reserve-Benzin – damit konnte er fast 500 Kilometer ohne Tankstelle fahren.

Elsi schmuggelt dubiose Waren

Direkt am Anfang in Kanada gab es ein paar Probleme: Alex wollte Elsi aus dem Zoll holen – da kam ein "Special Officer" auf ihn zu.

"Man hatte illegale Produkte in meiner Kiste gefunden - illegale Fleisch-Produkte: Mein Bruder Oliver hatte mir heimlich ein 'Heimatpaket' eingepackt!"
Alexander Eischeid, Vespa-Globetrotter

Kölsch und rheinische Leberwurst waren da drin. Eigentlich hätte der Special Officer das Bier und die Leberwurst vernichten müssen. Das Bier ließ er aber durchgehen, drückte es Alex in die Hand und grinste: "Welcome to Canada, my friend!"

"Aleman loco"

Auf dem Weg durch Amerika hat Elsi ihm Türen und Werkstätten geöffnet, erzählt Alex. Wenn die Leute begriffen, dass er bis nach Feuerland will, habe er sich häufig "Aleman loco!", "verrückter Deutscher!" anhören müssen. Aber er hat es am Ende geschafft.

Von 2013 bis 2015 war Alex unterwegs. In seinem Blog "Vesparicana" hat er über seine Reise berichtet. Auch hier könnt ihr noch mehr lesen. Als nächstes plant Alex übrigens eine Vespa-Reise von Köln nach Südafrika. Dazu will er sich allerdings noch eine Dreirad-Vespa kaufen und die dann zum Mini-Reisemobil umbauen.