Der neue Bundestag ist seit dem 24 September gewählt. Aber ohne Regierung stehen die Abgeordneten ein bisschen auf Stand-by. Es gibt trotzdem genug zu tun, sagt der CDU-Abgeordnete Marian Wendt.

Der Bundestag hatte seine konstituierende Sitzung im Oktober. Jetzt ist zweite Sitzungswoche. Aber was läuft da eigentlich, ohne neue Regierung? 

Marian Wendt ist seit 2013 im Parlament. Der 32-jährige CDU-Politiker vertritt den Landkreis Nordsachsen. Gabe es jetzt eine Regierung, sähe seine Arbeit anders aus: "Natürlich wäre ich schon viel weiter, würde klar wissen, wo es lang geht und welche Projekte umzusetzen sind", sagt Wendt.

Entspannt sei seine Arbeit aber nicht - nur anders, als zu Beginn seiner ersten Legislaturperiode: Er ist weniger in Berlin, dafür öfter in seinem Wahlkreis und hat ein Ohr für die Leute vor Ort. So würden es auch viele seiner Kollegen machen.

"Ich halte Bürgersprechstunden, diskutiere mit den Wählern auch das Wahlergebnis. Da wird uns nicht langweilig. Da ist genug zu tun."
Marian Wendt, CDU-Bundestagsabgeordneter aus Sachsen

Dass wir vermutlich noch bis Ostern auf eine Regierungsbildung warten müssen, findet er nicht gut, weil sich viele Projekte dadurch verzögern. Zum Beispiel werden keine Denkmalschutzmittel freigegeben, und er könne keine dringend notwendige Sanierung von Kirchen in seinem Wahlkreis anpacken.

"Ohne Bundeshaushalt gibt es kein Geld für die Wahlkreise - auch nicht für Straßen- oder den Breitbandausbau. Und deshalb brauchen wir schnellstens eine Regierung."
Marian Wendt, CDU-Bundestagsabgeordneter aus Sachsen

Diese Woche wird Marian Wendt allerdings doch in Berlin sein, denn er hält seine erste Rede im Bundestag. Sein Thema: Extremismus. Er will sich dabei ganz klar gegen Gewalt aussprechen, egal ob von links oder rechts. "Wir müssen alles tun, damit Polizisten gut ausgestattet sind, damit wir gegen diese Kräfte effizient etwas tun können."

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