Studenten basteln ein Rennmobil: die Teile kommen aus dem 3D-Drucker, der Antrieb ist ein Akkuschrauber. Okay, das Ding fährt nur 30 Kilometer in der Stunde und der Akku hält nur einen Kilometer lang. Aber egal, beim Akkuschrauber-Rennen geht es um Spaß und Erfindungsgeist.

Drei Reifen, zwei vorn, einer hinten - "man liegt darauf, wie bei einer Yogaübung", erklärt Lea Günnewig vom Team Mopet an der HAWK Hildesheim. Das entscheidende Detail bei diesem Fahrrad ist jedoch der Antrieb. Ein auswechselbarer Akkuschrauber. "Allerdings muss man angeschoben werden, als Starthilfe", denn ganz so stark sei der Akku nicht, sagt Lea. Schließlich reicht der Akku auch nur für eine Fahrt, die einen Kilometer lang ist.

Trotzdem: Beim neunten Akkuschrauberrennen am 25. Juni geht es den zwölf Teams aus den Niederlanden, aus Polen und Deutschland um Geschwindigkeit. "Und um ein gutes Team und um gute Fahrer." Auch der Boxenstopp ist wichtig, bei dem der Akku gewechselt werden muss und auch die Starthilfe ist wichtig. Zum ersten Mal treten bei diesem Rennen Fahrzeuge gegeneinander an, die komplett aus dem 3D-Drucker erzeugt wurden. Keine einfache Aufgabe, findet Lea.

"Wir sind nach dem Puzzleprinzip vorgegangen. Die Teile mussten mit Homedruckern ausdruckbar und nicht größer als 20x20x20 Zentimeter sein. Es gibt 30 bis 40 Teile. Ein Druck dauert einen Tag."
Lea Günnewig, Team Mopet

Bauanleitung für Hobby-Bastler

Ein Modell für die Zukunft ist diese Art des Fahrradbaus vermutlich nicht. "Es sei denn die Akkus laden sich einfach nur dadurch auf, dass sie in der Sonne liegen und sie halten länger als einen Kilometer durch", sagt Lea. Stattdessen ging es bei der Entwicklung und beim Bau für die Studenten eher darum, ein ganzes Projekt bis zum Ende durchzuziehen - für die zukünftigen Produktdesigner eine wichtige Übung. Immerhin: Bald wird es wohl eine Bauanleitung geben. Für Hobbybastler, die sich selbst ans Ausdrucken machen wollen.