Ana läuft gerne von Ost nach West. Am Vormittag hat sie die Sonne im Rücken, am Nachmittag läuft sie ihr entgegen. Über Alpen und Pyrenäen.

Als Ana Zirner eines Tages im Februar 2017 nach Hause kommt, fängt sie an, Fähnchen zu stecken. In die Regionen der Alpen, die sie noch besuchen, bewandern und beklettern will: die Dolomiten, das Tessin, das Wallis – insgesamt kommen neun Regionen zusammen. Und ein Plan entsteht in Ana: sie könnte diese neun Regionen auch zu einer Tour verbinden. Und genau das macht sie. 60 Tage, knapp 2000 Kilometer.

"In den allerschönsten Momenten hat es mir gefehlt, das mit jemandem zu teilen."
Bergsteigerin Ana Zirner

Nach einem halben Jahr Planung läuft Ana mit etwa zwölf Kilogramm Gepäck los. Ein Zelt hat sie nicht dabei. Sie schläft mit Matte und Schlafsack unter freiem Himmel. "In den Bergen gewöhne ich mir die Dächer ab", sagt sie. "Und nach fünf Wochen haben sich meine Sinne geschärft. Ich hatte wirklich das Gefühl, besser zu riechen und zu schmecken."

Schneebedeckte Alpen
© Ana Zirner
Alpen-Panorama
© Ana Zirner

Ana ist in den Voralpen aufgewachsen, hat unter anderem im Ruhrgebiet studiert und ist gelernte Regisseurin. Momentan zieht es sie immer wieder in die Berge.

"Am Berg brauche ich die Ruhe."
Bergsteigerin Ana Zirner

In Eine Stunde Talk erzählt sie, wie es ist von einer Sternschnuppe geweckt zu werden, was sie ihren Freunden auf dem Campingkocher zubereiten würde und warum sie nicht auf den Mount Everest steigen will.