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Es gibt immer zwei Seiten: Natürlich sehen die Palästinenser das, was gerade zwischen ihnen und Israel passiert, anders als die meisten Israelis. Ob und wie ausgewogen die palästinensischen Medien über den Nahost-Konflikt berichten - und was sie eigentlich berichten können - erklärt die deutsch-palästinensische Journalistin Diana Hodali.

"Wenn man nach einer unabhängigen Presse sucht, sucht man in Palästina vergeblich."
Diana Hodali, deutsch-palästinensische Journalistin aus Köln

Die Medien seien so gespalten, wie es auch die palästinensische Politik ist. Auf der einen Seite erschienen Publikationen, die von der palästinensischen Autonomiebehörde unter Mahmud Abbas finanziert werden oder in diese Richtung gehen. Daneben gebe es Medien - wie zum Beispiel Al-Aqsa TV, das aus Gaza sendet - die ihr Geld von der Hamas bekommen.

Emotionalisierung und Propaganda

Al-Aqsa TV arbeite über weite Strecken mit sehr emotionalen Bildern, unterlegt mit Musik - häufig mit Liedern, die man aus der ersten Intifada kenne. Die Bilder zeigten häufig Inhalte, die man hier in Deutschland nach ethisch-moralischen Grundsätzen nicht zeigen würde, so Diana Hodali.

"Man sieht sehr viel Blut, sehr viele Leichen. Man erkennt die Gesichter, es wird nichts verpixelt."
Diana Hodali, deutsch-palästinensische Journalistin aus Köln

Das Fernsehen sei nach wie vor das meistgenutzte Medium. Die Menschen schauten palästinensische Sender, aber auch Al Jazeera aus Katar und Al Arabiya aus Dubai. Außerdem spiele natürlich das Internet eine große Rolle, sagt Diana Hodali - zum einen natürlich die sozialen Netzwerke, vermehrt aber auch elektronische Magazine.