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Chef, Büro, Gehalt: Ein Job kann aus unterschiedlichen Gründen demotivierend sein. Corona macht das Ganze nicht besser. Arbeitspsychologe Benedikt Ewald gibt uns Tipps, wie wir uns im Job neu motivieren können.

Der alte Lieblingsjob ist plötzlich gar nicht mehr so trendy? Der Chef lähmt die eigene Kreativität? Und die Arbeitsabläufe lassen sich im Tiefschlaf herunterbeten? Benedikt Ewald kennt diese Probleme gut. Er ist Arbeitspsychologe an der TU Braunschweig.

Laut Benedikt sollten wir bei Jobfrust zunächst in uns selbst reinhören. "Was hat uns ursprünglich motiviert, den Job anzunehmen?" Dabei sei es völlig okay, wenn wir letztlich zu dem Schluss kommen, tatsächlich etwas Neues lernen oder erleben zu wollen.

"Wir lernen, um uns etwas Neues anzueignen. Womit wir dann neue Dinge tun können. Ob das Klavierspielen, eine Rechenaufgabe oder Excel besonders toll zu bedienen ist."
Benedikt Ewald, Arbeitspsychologe an der TU Braunschweig

Wenn sich die Arbeit jeden Tag gleich anfühlt

Gleiches gilt für unsere Selbstorganisation oder die Organisation eines Unternehmens. Wenn sich diese Dinge zunächst als Herausforderung für uns entpuppen, können schnelle Tipps von unseren Mitmenschen oder dem Internet Abhilfe schaffen, so der Experte.

Aufstehen, Kaffee, E-Mails und am nächsten Tag dasselbe wieder von vorn. Was tun, wenn sich die Arbeit jeden Tag gleich anfühlt? Benedikt glaubt, dass Routinen nichts Negatives sein müssen.

"Routine bedeutet, dass man die Sachen ohne neuen geistigen Aufwand abspulen kann, was auf eine gewisse Effizienz hindeutet."
Benedikt Ewald, Arbeitspsychologe an der TU Braunschweig

Wenn uns die Routine dennoch erdrückt, können wir uns auch an die Kollegen wenden. "Ich kann meine Kollegen fragen, was die so machen und ob ich sie bei irgendwas unterstützen kann". In Personalgesprächen könnten wir zudem unsere Chefs mit unseren Bedenken und Wünschen konfrontieren. À la "Hey, ich würde gern mal andere Sachen ausprobieren."

Motivation in Zeiten von Corona

Die Pandemie macht die ganze Sache mit der Arbeitsmotivation nicht wirklich leichter. Vielen von uns fällt im Homeoffice die Decke auf den Kopf. Dabei hilft es schon, mit kurzen Fünf-Minuten-Pausen anzufangen. Die sollten wir laut Benedikt dann am besten regelmäßig in unseren Arbeitsalltag einbauen. "Von den Krankenkassen gibt es im Internet Sitzyoga-Sessions, die man zu Hause machen kann."

Dabei könne uns auch sozialer Druck, das gemeinsame Praktizieren von Yoga helfen, die Motivationspausen einzubauen. "Wir Menschen sind nicht dazu gemacht, acht Stunden am Tag reglos vor irgendwelchen quadratischen Bildschirmen zu sitzen."

Was Benedikt empfiehlt, wenn wir uns nicht nur gelangweilt, sondern extrem unwohl mit der Arbeit fühlen, erfahrt ihr im Gespräch.

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