Per Gesetz ist es erlaubt, Tiere zu töten mit der Begründung, sie essen zu wollen. Tierethikerin Friederike Schmitz sagt im Hörsaal-Vortrag: Da stimmt was nicht. Denn das Interesse des Huhns wiegt schwerer als unser Interesse an Chicken Nuggets.

Die Thesen der Philosophin und Politikwissenschaftlerin Friederike Schmitz sind radikal: Bessere Haltungs- oder Schlachtbedingungen für Nutztiere greifen viel zu kurz. Tiere sind Lebewesen und haben Interessen. Für sie gibt es keine Gründe, die Interessen von Tieren denen von Menschen unterzuordnen. 

"Es gibt keine Gründe, die Interessen von Tieren weniger ernst zu nehmen als die von Menschen."
Friederike Schmitz, Tierethikerin

Die Konsequenzen dieser Denkweise sind klar: Tiere zu töten, um sie zu essen, geht nicht. Kühe, Schweine oder Hühner haben ein berechtigtes Interesse daran zu leben - und das wiegt schwerer unser Bedürfnis nach fleischlicher Nahrung.

"Das Interesse des Huhns wiegt schwerer als unser Interesse an Chicken Nuggets."
Friederike Schmitz, Tierethikerin

Wie sollen wir also mit Tieren umgehen? Wir müssen uns die Welt schließlich mit ihnen teilen. Die Antwort von Schmitz: Wir müssen darüber nachdenken, welche Rechte Tiere haben. Und vielleicht sollten wir Tieren sogar Bürgerrechte verleihen.

Schmitz hat ihren Vortrag am 15. März 2018 am Kulturwissenschaftlichen Institut in Essen gehalten im Rahmen der Tagung "Brauchen die Kulturwissenschaften einen Animal Turn?".

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