Es wird langsam Herbst, und wir werden uns mehr in Innenräumen aufhalten. Schnell kann die Luft dick werden, wenn wir zu mehreren sind. Der CO2-Gehalt nimmt zu, während sich der Sauerstoff aufbraucht. In dieser geschlossenen Atmosphäre können wir uns leicht auch mit dem Coronavirus anstecken. Deshalb heißt es: Lüften! Aber wann ist der richtige Zeitpunkt? Die selbstgebastelte CO2-Ampel kann euch helfen.

Um an das rechtzeitige Lüften zu erinnern, baut Deutschlandfunk-Nova-Netzbastler Moritz Metz den CO2-Narienvogel. Das Modell ist angelegt an leibhaftigen Vorfahren.

Früher haben speziell gezüchtete Kanarienvögel Bergleute vor giftigen Gasen gewarnt, indem sie das Singen einstellten und von der Stange kippten - in Netzbastel-Ausgabe 148 erledigt das ein motorisierter Deko-Vogel in Verbindung mit modernen Sensoren.

Anleitung für den CO2-narienvogel

Die Idee basiert auf einem Projekt des Umwelt-Campus der Uni Trier und der Programmcode auf dem Projekt Coro2sense des Programmierers Kaspar.

Unsere Ausatemluft enthält zu 0,03 Anteilen Kohlendioxid. Kommen viele Menschen in Innenräumen zusammen, entsteht schnell dicke Luft. Besonders im Herbst und Winter kennen wir das Problem schlecht belüfteter Räume. Jetzt kommt aber noch das Virus Sars-CoV-2 dazu, das sich in schlecht belüfteten Innenräumen optimal verbreitet.

Ansteckungsgefahr in Innenräumen erhöht

Lüften, lüften und nochmal lüften raten die Experten - die Ansteckungsgefahr mit dem Virus ist im Innenraum laut Studien 18,7 mal höher als draußen. Außerdem sinkt die Konzentrationsfähigkeit mit erhöhter CO2-Konzentration deutlich, weshalb das Umweltbundesamt Kohldendioxid-Konzentrationen ab 1000 ppm als hygienisch bedenklich einstuft - neuere Erkenntnisse schlagen noch früher Alarm - und euer CO2-narienvogel.