Warnungen hatte es genug gegeben, trotzdem hat niemand mit den verheerenden Folgen gerechnet, als im Jahre 79 der Vesuv ausbricht und die Stadt Pompeji unter Lava begräbt. Für die Bewohner eine Katastrophe, für Historiker ein Glücksfall. Denn für alle Zeiten wird an diesem Tag das Leben einer römischen Stadt des ersten Jahrhunderts konserviert.

Die Menschen, die im ersten Jahrhundert nach Christus in der Nähe des Golfs von Neapel siedeln, sind sich der Gefahren in ihrer unmittelbaren Nähe durchaus bewusst. Immer wieder war es zu kleineren Explosionen gekommen, der römische Geograf Strabon beschreibt im Jahr 20, dass Gestein von Feuer zerfressen sei, andere berichten von Eruptionen in früheren Jahren. Dennoch haben sich im Verlauf der Jahre Villen und Landhäuser wohlhabender Römer dort angesiedelt.

Es gibt es kein Entrinnen

An jenem verhängnisvollen 24. August 79, als der Vesuv binnen kurzer Zeit einen großen Teil der Küste des Golfs von Neapel unter einer glühenden Lavamasse begräbt, gibt es kein Entrinnen. Viel zu schnell kommt viel zu viel heißes Geröll über Pompeji, Oplontis und das zwölf Kilometer entfernte Stabiae, als dass die Menschen sich in Sicherheit hätten bringen können.

Luftdicht unter den Lavamassen abgeschlossen, ist Pompeji in Teilen erhalten geblieben. Die Stadtreste sind einerseits stumme Berichterstatter über die Katastrophe, die jedes Leben in der Stadt auslöschte. Andererseits geben ihre Überreste einen Blick frei in das Leben der Menschen in einer römischen Stadt des Jahres 79.

In Eine Stunde History hört ihr:

  • Jens Dickmann ist Archäologe und berichtet über die Ausgrabungen der unter den Lavamassen des Vesuv im Jahr 79 verschütteten Stadt Pompeji.
  • Der Wissenschaftsjournalist Christopher Schrader hat über das Jahr 536 recherchiert, als Wetteranomalien zu Hungersnöten Migration in Europa führten.
  • Der Vulkanologe Thomas Walter vom Deutschen Geoforschungszentrum in Potsdam beschreibt die Vorsorgemaßnahmen, die zum Schutz der Bevölkerung bei Vulkanexplosionen getroffen werden.
  • Deutschlandfunk-Nova-Geschichtsexperte Matthias von Hellfeld berichtet über frühe Vulkanausbrüche, von denen der im Jahr 1628 v. Chr. auf einer griechischen Insel einer der frühesten war.
  • Deutschlandfunk-Nova-Reporterin Nadine Kreuzahler schildert nach dem Text des römischen Geschichtsschreibers Plinius des Jüngeren die Ereignisse in Pompeji beim Ausbruch des Vesuvs.