Neben Fußball ist Basketball die beliebteste Sportart in Griechenland. Im Gegensatz zum Fußball, spielen die Griechen im Basketball aber ziemlich weit vorne mit. Ex-Nationalspieler Patrick Femerling verrät, was die Griechen so erfolgreich macht.

Ein paar griechische Vokabeln fallen ihm dann doch noch ein: Patrick Femerling, ehemaliger deutscher Basketball-Nationalspieler, hat zwischen 2000 und 2006 ein paar Jahre in der griechischen Basketball-Liga gespielt. Erst bei Olympiakos Piräus, dann bei Panathenaikos Athen. Eine Zeit, an die er sich immer noch gerne erinnert.

"Ich hab da menschlich fast nur positive Situationen erlebt."
Ex-Basketballer Patrick Femerling hat gerne in Griechenland gespielt

In den Basketball-Hallen geht es dabei ordentlich zur Sache. Nicht nur auf dem Feld. Die Fans machen ordentlich Lärm, es gibt harte Rivalitäten, Pyrotechnik und eine ziemlich gewalttätige Hooliganszene. Der Basketball in Griechenland hat damit ähnliche Probleme wie der Fußball in Deutschland - und einen ähnlichen Stellenwert. Aber vor allem sind die Griechen super erfolgreich. Olympiakos Piräus stand im Mai im Finale der Playoffs der Euroleague gegen Real Madrid.

"Sie haben eine gute Jugendarbeit, sie haben auch einen bestimmten Ehrgeiz und einen Spielwitz, sie haben aber auch eine ganz gute Einstellung zum Arbeiten und zum Gewinnen."
Patrick Femerling erklärt, was die Griechen so erfolgreich macht

Eine besondere Herzlichkeit

Aber Abseits des etwas rauen Umgangs in den Basketballhallen, hat Patrick Femerling die Griechen vor allem als besonders herzliche Menschen erlebt. Kinder, Schwangere, alte Menschen sind selbstverständlicher Teil der Gesellschaft. Und genau so selbstverständlich wird dort dann auch Rücksicht genommen. Diese Form der Herzlichkeit und des Miteinanders vermisst er in Deutschland manchmal. Vor allem in seinem sonst sehr geliebten Berlin.