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Stephen Curry, Basketball-Superstar in der US-Profiliga NBA, hat einen Rekord gebrochen: Der Point Guard der Golden State Warriors erzielte in diesem Monat bereits 85 Dreier - und es könnten noch mehr werden. Wie macht der das?

Den Rekord für die meisten Drei-Punkte-Würfe in einem Kalendermonat hielt bisher James Harden: 82 waren das im November 2019. Auch schon nicht schlecht. Doch Stephen Curry hat die Bestmarke in neue Höhen geschraubt: Im Spiel gegen die Sacramento Kings (117:113) traf er siebenmal von jenseits der Dreierlinie. Und er kann seinen Rekord noch ausbauen, Curry hat noch zwei Spiele: am 27. und 30. April.

Talent, Schnelligkeit, harte Arbeit

Mit 33 Jahren ist Stephen Curry bereits jetzt der zweitbeste Dreierschütze der NBA-Geschichte. Wenn er fit bleibt, kann er noch einige Jahre spielen und den Basketball noch weiter prägen. Er hat Talent, zweifellos. Schon als junger Spieler hatte er das Auge für weite Würfe und war ein herausragender Dreier-Werfer.

Außerdem ist er unglaublich schnell. Er kann Dreier auch aus vollem Lauf werfen und aus Positionen, aus denen sich das nur wenige Spieler überhaupt trauen - teilweise schon fast von der Mittellinie. Wenn man ihn selbst fragt, kommt sein aktueller Erfolg vor allem durch harte Arbeit.

"Anyboydy who get’s to this level you have a base of work you have spent countless hours. It’s muscle memory, it’s fundamentals, it’s creativity."
Stephen Curry über seinen Erfolg

Viel trainieren, die richtigen Muskeln aufbauen - und vor allem immer versuchen, kreativ zu spielen. Also so, dass sich die Abwehrspieler nicht richtig auf ihn einstellen können: Immer mal wieder andere Laufwege gehen, anders antäuschen und eben immer wieder Würfe nehmen, die keiner in diesem Moment erwartet.

Curry hat die NBA verändert

Stephen Curry hat mit seiner Liebe zum Dreier das Spiel in der NBA verändert, hat Basketball-Experte Lukas Schönmüller im NBA-Talk-Format Ballin' gesagt. Er habe damit angefangen, den Dreier salonfähig zu machen. Es gehe jetzt eben nicht mehr vorrangig darum, nahe an den Korb zu gehen, um sicherere Zweier zu erzielen. Mit seiner Interpretation des Dreiers habe Stephen Curry auch anderen Spielern Tür und Tor geöffnet. Dieselben herausragenden Fähigkeiten wie er habe allerdings keiner.

Hinter der beeindruckenden Dreier-Quote von Stephen Curry steckt kein Geheimnis, sondern Talent und Training.

Nowitzki: Der perfekte Wurf

Das war auch beim deutschen Basketball-Star Dirk Nowitzki so. Der hat mit seinem Trainer Holger Geschwinder jahrelang am perfekten Wurf gearbeitet. Holger Geschwinder hat dafür die perfekten Winkel und Flugkurven berechnet und diese dann mit Dirk Nowitzki geübt. Dieses Training sei außergewöhnlich gewesen, sagte der NBA-Star im Biopic über sein Leben.

"Ich hab mit vielen Trainern gearbeitet. Aber so die Schusstechnik, die ganzen Kleinigkeiten, auf die man achten muss, die Details, da ist er der beste auf der Welt, glaub ich."
Dirk Nowitzki über Holger Geschwinder

Auch Stephen Curry arbeitet mit den besten Taktik- und Fitnesstrainern der Welt. Sie sollen ihm zum Beispiel beigebracht haben, wie er seinen Puls mit der richtigen Atemtechnik in einer Auszeit so schnell runterbekommt, dass er danach nochmal einen Energie-Vorteil gegenüber seinen Gegnern hat und ihnen davonlaufen kann - für den nächsten Dreier.