Die Artenvielfalt in Deutschland ist bedroht. Vor allem Bienen und Insekten, aber auch Vögel gibt es immer weniger. Das hat Konsequenzen für die Landwirtschaft. 

Das Bundesamt für Naturschutz schlägt Alarm: Die Insektenvorkommen sind dramatisch zurückgegangen – nicht nur auf den Feldern. Gemessen wurde selbst in Naturschutzgebieten ein Rückgang der reinen Insektenmasse um 80 Prozent, innerhalb von zwei Jahrzehnten. Dazu zählen Schmetterlinge, Schwebfliegen oder Bienen. Laut Studie sind inzwischen 41 Prozent der Wildbienenarten gefährdet. 

Die Menschen sind schuld

Schuld sind unter anderem Bauern, zum einen wegen der Art des Anbaus - viele Monokulturen - zum anderen aber auch wegen des Einsatzes von Pestiziden, Unkraut- und Insektenvertilgungsmitteln. Das alles schadet der Artenvielfalt. 

Ein anderer Grund für Rückgang und Gefährdung von Tier- und Pflanzenarten sehen Wissenschaftler im Verkehr und in den Abgasen. Es ist also ein menschengemachtes Problem. Und der Mensch sollte jetzt handeln und etwas verändern, sonst sind wirklich bald keine Insekten mehr da - genauso wenig wie Ernten.

"Mit den Insekten, unter anderem Bienen, fallen wichtige Bestäuber weg. Heißt: Da drohen Einbußen bei den Erträgen."
Jan Bungartz, Deutschlandfunk Nova

Da die Natur ein Kreislauf ist, können wir uns leicht ausrechnen, dass das Sterben von Insekten Konsequenzen hat. Sterben Insekten, fehlen den Landwirten nicht nur die Bestäuber, auch Tieren wie vielen Vögeln fehlt Nahrung. Da drohen dann ganze Arten auszusterben.

Eine Landwirtschaft, die Arten schützt, ist teurer

Was kann jetzt getan werden? Die Landwirte könnten umschwenken und weniger Monokulturen anbauen. Das treibt den Preis in die Höhe - ist aber auch gleichzeitig Aufgabe der Agrarpolitik. Wenn die bestimmte Subventions- oder Förderprogramme an den Start bringt, kostet das auch Geld. Geld, das letztlich von uns kommt.

"Eine Landwirtschaft, die Arten schützt, ist teurer. Irgendwoher muss das Geld ja kommen. Wenn nicht über den Preis, dann aus Steuern."
Jan Bungartz, Deutschlandfunk Nova