In Indonesien gilt die höchste Sicherheitsstufe, die Polizei führt Razzien durch. Das Land wappnet sich gegen potenzielle Terroranschläge durch den IS.

"Operation Kerze" hat Indonesien das Engagement gegen potenzielle terroristische Anschläge genannt. Es gilt die höchste Sicherheitsstufe, im ganzen Land gab es Razzien, 150.000 Sicherheitskräfte sind im Einsatz.

Indonesien sieht sich bedroht von der Terrormiliz Islamischer Staat. Das Land hat ähnliche Probleme wie andere auch: Bislang nicht radikale Menschen reisen nach Syrien, radikalisieren sich dort und kehren zurück. Der IS will aus dem laizistischen Staat Indonesien einen islamistischen machen, in dem die strengen Regeln der Religion gelten, sagt ARD-Korrespondent Peter Kujath.

Muslime gegen islamistischen Terror

In Indonesien gehen nicht nur staatliche Sicherheitskräfte gegen die IS-Terroristen vor. Auch Muslime stellen sich gegen die Bedrohung, helfen zum Beispiel Moscheen zu bewachen.

Indonesien, in dem zahlenmäßig die meisten Muslime weltweit leben, war in den Jahren 2000 bis 2009 Ziel mehrerer folgenschwerer Bombenanschläge. Allein bei einem Attentat auf der Urlaubsinsel Bali starben im Jahr 2002 insgesamt 202 Menschen. Seither gehen die Behörden hart gegen Extremisten vor.