Es gibt romantischere Orte als eine Samenbank. Aber nützlich ist sie schon, wenn man auf der Suche nach brauchbarem Erbgut ist. Schauen wir dort doch mal vorbei.

Bildmaterial ist reichlich vorhanden. Der Stuhl ist frisch desinfiziert. Auf sechs Quadratmetern darf man es sich in der Düsseldorfer Spenderkammer der Samenbank gemütlich machen. Und unter Zeitdruck steht man auch nicht. Prima.

"Das ist ja kein Wettrennen. Jeder hat so viel Zeit wie er braucht."
Lara Danullis, Mitarbeiterin bei der Düsseldorfer Samenbank

Die Düsseldorfer Samenbank ist eine von rund 15 in Deutschland. Ihr Geschäft: Den Samen geeigneter Spender zu kaufen und weiter zu verkaufen. Nur einer von 20 Bewerbern kommt überhaupt in Frage, erklärt Lara Danullis von der Samenbank. Denn bevor die Spende verkauft wird, gibt es einen umfassenden Blut- und Gesundheits-Check. Das Sperma muss außerdem bestimmte Kriterien erfüllen.

"Für uns ist der Hauptpunkt die Anzahl mutiler - also beweglicher - Spermien pro Milliliter. Das liegt daran, dass wir das Sperma einfrieren. Und wenn wir es wieder auftauen, wollen wir sichergehen, dass immer noch überdurchschnittlich viel Material übrig ist."
Lara Danullis, Mitarbeiterin bei der Düsseldorfer Samenbank

Genau 100 Euro bekommt jeder Spender pro Spende, die die Kriterien erfüllt. Gut 250 Männer hat die Düsseldorfer Samenbank in ihrer Kartei. Von ihnen weiß sie die die Größe, die Haar- und Augenfarbe, den letzten Schulabschluss, den Beruf, die Anzahl der bisherigen Operationen, ob sie Kinder haben oder wollen, ob sie eine Brille tragen, an Haarausfall leiden und noch mehr.

Den perfekten Spender finden

Denn die Aufgabe der Samenbank ist es, für jedes Paar den bestmöglichen Spender zu finden. Und das ist im Zweifelsfall derjenige, der am Besten zu dem suchenden Paar passt. Schließlich sollen sich der soziale und der biologische Vater möglichst ähneln.

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