2016 feiern wir 500 Jahre Deutsches Reinheitsgebot. Bier gehört zu den Lieblingsgetränken der Deutschen. Auch wenn die Verkaufszahlen rückläufig sind.

Prost zusammen! Bier gehört zu den Top 5 der beliebtesten Getränke in Deutschland. Nach Wasser, Säften, Kaffee und Cola. Bier darf bei uns nur nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut werden - und das ist eigentlich ganz einfach.

"Man darf nur vier Zutaten fürs Bierbrauen verwenden: Wasser, Hopfen, Malz und Hefe."
Kathrin Meyer, Biersommelière

Alles andere - also chemische Hilfsmittel, E-Stoffe, Farbstoffe, Früchte, Honig - sind verboten. Zumindest, wenn man das Gebräu anschließend "Bier" nennen will.

"Das Reinheitsgebot hat uns all die Jahre viel Chemie im Bier erspart."
Kathrin Meyer

Es gibt sogar verschiedene Reinheitsgebote, erklärt Kathrin Meyer. Das aus Bamberg sei sogar noch ein bisschen älter als das, das vor 500 Jahren in Ingolstadt begründet wurde. Die Angst, dass wegen der begrenzten Zutatenliste alle deutschen Biere gleich schmecken könnten, ist aber völlig unbegründet, erklärt Kathrin Meyer.

"Es gibt 200 Hopfensorten, unzählige Malz- und tausende Hefesorten. Und auch der Härtegrad des Wasser ist entscheidend."
Kathrin Meyer

Von India Pale Ale über ein stark gehopftes Pils oder Kristallweizen können Brauereien - innerhalb des Reinheitsgebotes - eine große Varianz an Geschmacks-Ergebnissen erzielen. Trotzdem müsse man irgendwann auch bereit sein, umzudenken und sich zu öffnen.

"Das Reinheitsgebot ist so ein bisschen wie die Bibel. Man müsste es in die heutige Zeit übersetzen."
Kathrin Meyer

Sie schlägt eine Art Natürlichkeitsgesetz vor: Mit einem solchen Gesetz könnten Biere gekennzeichnet werden, die mit natürlichen, biologischen Stoffen wie Blaubeeren, Honig oder Zucker geschmacklich verändert werden.