Um Uhrwerke von Kirchentürmen zu reparieren, klettert Ralf Janke mit einem 70er-Schraubschlüssel, der mitunter zwei Meter lang ist, in den Dachstuhl.

Ralf Janke repariert Kirchenuhren und wartet die Läutetechnik. Was früher noch reine Mechanik war, wird heute mit digitaler Technik ergänzt: Funkuhren helfen jetzt den Kirchturmuhren, die richtige Zeit anzuzeigen. Unten im Turm steuert ein Computer oben die alte Technik, sagt Ralf Janke. Das Uhrwerk wird inzwischen durch einen Motor angetrieben. Einmal im Jahr wartet Ralf Janke jede Kirchturmuhr in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und in Teilen des Saarlandes.

Immer nur einen Tropfen Öl

Dann steigt er mit seinem schweren Werkzeug die Stufen hoch, teilweise muss er in den Dachstühlen weiter klettern, um an die mechanischen Teile heranzukommen. Die müssen geölt, gepflegt und immer mal wieder repariert werden. Mit nach oben nimmt er beispielsweise einen 70er-Schraubenschlüssel und einen Geizhals, mit dem er bestimmte Stellen mit einem Tropfen Öl versieht.

Elektriker, Schlosser, Zimmermann - und Akrobat

Seit 20 Jahren wartet Ralf Janke Kirchturmuhren. Er ist gelernter Elektriker, muss aber auch Schlosser- und Zimmermannkennntnisse haben. Und vor allem muss er schwindelfrei sein, wenn er mal das Ziffernblatt oder die Zeiger reparieren muss. Dann muss er von außen über einen "Fahrstuhl" arbeiten. Das ist ein Stuhl, der an zwei Seilen hängt, an denen er sich mit eigener Kraft bis an die richtige Stelle hochziehen muss.

Mehr über Ralf Janke: