120 Mitglieder hat der White Collar Boxing Club in Hamburg: Ärzte, Anwälte, Manager. Alle mit einer 40- bis 60-Stunden-Woche. Das hält sie nicht davon ab, abends noch zum Boxen zu gehen. Dabei geht es um Fitness, aber auch ums Kämpfen.

Zum Boxen gehört ein hartes Training: Seilspringen, Liegestütze, Sit-ups. Wichtig ist auch die Technik. Dafür übt man gemeinsam mit einem Partner Schlagkombinationen.

In den Boxclub kommen Menschen mit einer 40- bis 60-Stunden-Woche. Es sind Manager, Ärzte, Anwälte, Steuerberater. Der White Collar Boxing Club hat insgesamt 120 Mitglieder.

Ein Mann mit Boxhandschuhen schlägt mit seiner Rechten eine Art Sandsack ein.
© Sarah Tschernigow
Christof ist 37. Der PR-Manager sucht beim Boxen den sportlichen Ausgleich zu seinem Job, aber auch das Anarchische beim Kämpfen. Er hat sogar schon bei einem Amateurkampf mitgeboxt.

Günter Turan trainiert viele davon. Der ehemalige Profiboxer ist sich sicher, dass man beim Boxen auch Disziplin lernt und Konflikte zu kontrollieren. Das helfe auch im Job weiter.

"Das ist kein Haudrauf, sondern ein Fitnesstraining für das laufende Leben."
Günter Turan, Ex-Profiboxer und Trainer im White Collar Boxing Club

Das Managerboxen entstand um 1990 in den USA. Zwei New Yorker Finanzhaie sollen sich so gestritten haben, dass sie im Ring ihren Konflikt mit den Fäusten klärten.

Auch in Hamburg geht es zur Sache - und zwar beim Sparring. Es wird also gekämpft in Form eines Trainings. Verletzungen sollen vermieden werden. Nach dem Ring gibt es Shakehands. Manchmal trinkt man auch noch gemeinsam ein Bier. Und vielleicht wird ja auch noch der eine oder andere Deal gemacht.