Einen ganzen Verein, um das Brauchtum aufrecht zu erhalten. Für 30 junge Männer des Junggesellenvereins Gemütlichkeit Brenig ist das selbstverständlich. Sie haben einen festen Veranstaltungskalender für das ganze Jahr.

"Junggesellenverein Gemütlichkeit Brenig" - so heißt der Verein in Bornheim-Brenig (zwischen Köln und Bonn), der seit 1855 in guter alter Tradition das Ortsleben mitgestaltet. Regelmäßig organisiert der Verein Feste, krönt Maipaare, trägt Oktoberfeste aus. Er ist also ein gutes Beispiel für eine Institution, die Bräuche pflegt, aufrecht hält, weiterentwickelt.

Unser Reporter Christian Schmitt hat sich mit vier Vertretern des Junggesellenvereins getroffen, darunter Michael Schöneck, der erste Schriftführer, und Kevin Welter, 1. Vorsitzender und Präsident. 30 aktive Mitglieder hat der Verein zurzeit.

Gute Leistung beim Meter-Steak-Pokal

Michael und Kevin erzählen von der Frauenversteigerung. Frauen von 16 bis 30 Jahren werden dabei "in den Topf geschmissen und dann versteigert". Das Mädchen, für das am meisten geboten wird, wird Maikönigin, die vom Bürgermeister gekrönt wird.

Und dann sind da noch Wettbewerbe wie der Meter-Bier-Pokal oder der Meter-Steak-Pokal. Bei letzterem hat der Verein 100 Steaks gegessen - "einigen war auch schlecht", erzählt Kevin.

Häufig gibt es für die Mitglieder eine Kleiderordnung: An manchen Terminen ist Uniform Pflicht, an anderen reicht ein Polo-Hemd, manchmal ist zivil erlaubt. Oft geht es ums Trinken. "Prost, Prost, Prost, Kameraden" ist ein Trinkgesang (hört ihr im Beitrag).