Das Blog Breitbart News wurde vor zehn Jahren vom erzkonservativen Blogger Andrew Breitbart gegründet. Das Blog gilt als Haus- und Hofmedium von Donald Trump. Jetzt wollen die Macher nach Deutschland und Frankreich expandieren, um AfD und Front National zu helfen.

So erfolgreich wie Buzzfeed mit seinen 200 Millionen Besuchern ist Breitbart noch nicht. Aber immerhin mit Klatschportalen wie TMZ oder People kann es das Blog aufnehmen. Gründerszene schreibt, dass Breitbart im Oktober 37 Millionen Besucher und 240 Millionen Klicks verzeichnet hat. Damit dürfte das Online-Werbegeschäft für dieses Medium recht einträglich sein.

Neben der eigenen Website bietet Breitbart auch eigene Radiosendungen und Podcasts an. Es gilt als Sprachrohr der Alt-Right, also der alternativen Rechten in den USA. Als solches kritisieren sie zum Beispiel die Republikanische Partei oder "Fox News", weil die ihnen nicht hart genug sind.

Vom Rechtsruck profitieren

Inhaltlich featured Breitbart Inhalte, die sich kritisch und abfällig mit Homosexualität, Feminismus und Migration auseinandersetzen. Auch rechte Verschwörungstheorien finden dort ihren Platz. Als größten Scoop von Breitbart wird die Enthüllung des Sexting-Skandals rund um den früheren demokratischen Kongressabgeordneten Anthony Weiner. Vor allem aber gilt Breitbart als Haus- und Hofmedium von Donald Trump.

"Das erklärte Ziel ist es, rechten Politikern im Wahlkampf zu helfen."
Martina Schulte, DRadio Wissen Netzreporterin

Der Breitbart-Chairman Stephen Bannon wurde im August von Trump zum Wahlkampfmanager seiner Kampagne gemacht. Und auch in Zukunft soll Bannon der Chefstratege und Berater des Präsidenten Donald Trump sein. Nach diesem großen Erfolg will Breitbart jetzt auch in Deutschland und Frankreich weitermachen und soll bereits mit deutschen und französischen Journalisten aus dem rechten Spektrum in Gesprächen sein. Laut Gründerszene wolle Breitbart in Europa vom Aufschwung rechtspopulistischer Parteien profitieren.

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