Briefe schreiben und verschicken - das finden einige romantisch, andere überflüssig. Welche Alternativen gibt es zum klassischen Brief?

Die Post testet gerade, ob es nicht reicht, Briefe nur ein paar Mal pro Woche auszutragen. Ihr habt viel darüber diskutiert und viele meinen: Der klassische Brief mit Papier, Briefumschlag und Briefmarke sei überholt. Wir haben uns angeschaut, welche Alternativen es gibt.

Scan, Mail, Papier

Es gibt immer noch Situationen, in denen es nicht ohne Papier geht. Etwa weil Behörden Formulare ausschließlich in Papierform verschicken. Wir zeigen euch ein paar Workarounds, wie der Brief digital wird.

Post-Scan-Dienste

Es erscheint auf den ersten Blick ein klein wenig absurd: Statt die Post nach Hause zu bringen, werden die Briefe automatisch gescannt und an den eigentlichen Empfänger per E-Mail gesendet. Die Originale können dann später gesammelt nachgesendet werden. So ein Angebot gibt es von der Post. Es gibt aber auch andere Dienstleister.

Das Angebot eignet sich etwa für Leute, die viel unterwegs sind, und wichtige Behördenpost, Rechnungen oder Mahnungen ansonsten viel zu spät bekommen würden. Die Kosten liegen bei der Post bei etwa 25 Euro im Monat. Andere Anbieter, wie Digitalkasten.de, berechnen 20 Euro im Monat, das Nachsenden der Originale kostet aber extra.

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E-Post und E-Brief

Beim nächsten Szenario hilft der E-Post-Brief: Ihr wollt beispielsweise Omi schreiben, aber die hat weder Handy noch Laptop. Oder ihr habt keine Lust, 100 Briefmarken für die Hochzeitseinladung abzulecken, dann könnt ihr das online abwickeln. Dazu per E-Post den Brief online schreiben und den Rest in Auftrag geben. 

Ausdrucken, den Brief ins Kuvert mit Briefmarke packen - das übernimmt dann die Post. Das ist vielleicht weniger individuell, dafür aber günstig, da ihr das Papier nicht extra kaufen müsst. 70 Cent kostet der Service bei der Post, 74 Cent beispielsweise bei letterpress.de

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DE-Mail

Die letzte Option ist etwas für alle Fälle, bei denen eine Unterschrift auf Papier benötigt wird. Etwa bei der Schadensmeldung an die Versicherung oder bei bestimmten behördlichen Schreiben. Das geht mit der DE-Mail: Es ist im Prinzip eine E-Mail, allerdings verschlüsselt mit hinterlegtem Identitätsnachweis. Daher ist sie auch ohne Unterschrift rechtsverbindlich. 

Erhältlich ist die DE-Mail bei einigen großen Mail-Anbietern und kostet in der Regel entweder gar nichts oder eine einmalige Einrichtungsgebühr von um die fünf Euro. Laut Christian Friemel von United Internet, das etwa web.de und gmx.de betreibt, sei der Service recht weit verbreitet.

"Insgesamt eine Million Privatkunden sind über alle DE-Mail-Anbieter registriert, dazu kommen dann noch mal ein paar 10.000 Kunden aus dem Mittelstand und rund 1000 DE-Mail-Großkunden aus Wirtschaft und Verwaltung."
Christian Friemel, United Internet

Voraussetzung ist natürlich, dass die adressierten Behörden und Unternehmen auch mitmischen. Mittlerweile sind das rund 100 Bundesbehörden - darunter etwa die Bundesagentur für Arbeit, außerdem nutzen einige Kreise und Städte die DE-Mail, bisher aber recht wenige Banken. Und auch Behörden, die recht rege schreiben, machen nicht mit - beispielsweise Finanz- und BaföG-Ämter.

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