Philipp Möller zog los, um die Welt zu retten. Der wichtigste Ort für seine Mission: der Deutsche Bundestag. Dort kam alles anders als gedacht.

Am Anfang steht ein ziemlich versifftes Schulklo. Auf dieses Klo will Philipp Möllers Tochter nicht freiwillig gehen und macht sich schließlich in die Hose. Danach bittet sie ihn: Mach doch bitte mal den Menschen eine Ansage, die sich um solche Probleme nicht richtig kümmern. Und weil Philipp Möller schon häufiger als Sachbuch-Autor losgezogen ist, macht er sich auch diesmal auf den Weg. Und weil er keine halben Sachen macht, weitet er das Thema noch ein wenig aus.

"Weltrettung findet nicht statt, aber das kann man vielleicht auch nicht erwarten."
Bundestags-Praktikant Philipp Möller

"Ich habe mich auf den Weg gemacht, mit den Politikern zu schimpfen", sagt Philipp Möller, "warum sie uns sehenden Auges in die Apokalypse steuern, ohne dagegen etwas zu tun." In dieser Mission bewirbt sich Möller als selbst ernannter Weltrettungs-Praktikant im Bundestag.

"Es ist leichter, Demo-Plakate zu schreiben, als Gesetze zu schreiben"
Bundestags-Praktikant Philipp Möller

Seine Idee: Er begleitet verschiedene Abgeordnete, um zu schauen, wie sie sich an der Weltrettung beteiligen. Unter anderem war er bei Fritz Felgentreu (SPD), Johannes Huber (AfD) und Lukas Köhler (FDP). Eine zentrale Erkenntnis für Möller: Viele der Abgeordneten arbeiten fast rund um die Uhr, von Montagmorgen bis Sonntagabend.

"Vieles funktioniert besser als ich gedacht habe."
Bundestags-Praktikant Philipp Möller

Dabei findet die zentrale Arbeit in den Arbeitskreisen und Ausschüssen statt. "Das Plenum ist nur Show", sagt Philipp Möller. Und: "In den Ausschüssen reden sie vernünftiger miteinander." In Eine Stunde Talk erzählt er, was er im Bundestag erlebt hat, was aus der Weltrettung geworden ist und warum er heute für einen Bundestagsabgeordneten arbeitet.